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Die Tour durch die Alpen

Wochenendtour durch die Alpen.

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Freitag, 17. August 2001
- 07:30 Uhr - Abfahrt Langgöns bei Giessen (Mitten in Hessen)
- der Wetterbericht verspricht halbwegs gutes Wetter für das Wochenende. Habe kein Zimmer gebucht - wird schon werden. Autobahn bis Stuttgart, dann Bundesstrasse bis Stockach - am oberen Zipfel des Bodensees (14:30 Uhr).

Am Bodensee entlang - kurzer Stopp in Friedrichshafen und Lindau - weiter über Immenstadt Richtung Sonthofen. Dort Überraschungsbesuch bei Bekannten in Burgberg. Mit Vermittlung der Freunde bekam ich noch ein Zimmer in einer Motorrad - Pension in Agathazell. Dort war am Abend ein Treffen der Free-Biker Sonthofen. Mein C1 stand vor der Tür - und ich saß wenige Meter vom Stammtisch weg. Jedesmal wenn ein anderer zur Tür hereinkam - eine neue blöde Bemerkung. Wohl in Sorge um das Heil meines C1 bot mir der Hausherr einen Platz in seiner Garage an (den ich auch dankend annahm!). 575 km

 Samstag, 18. August 2001
 - Abfahrt nach dem Frühstück ca. 08:30 Uhr. Endlich in die Berge. Über Hindelang über das Oberjoch nach Österreich. Herrliche Kurven in super Landschaft - aber es sollte noch besser werden. Auf Empfehlung eines Bikers fahre ich das

Lechtal hinunter bis Elmen und dann eine Nebenstrasse über Boden nach Imst. Dann durch das Ötztal bis Sölden.
M aut str.








Ti m melsjoch (ca. 13,- DM). Etliche Kehren, der C1 schafft nur rund 50 Sachen und klingt sehr gequält - aber er schaffts, das erste Mal über 2000m hoch. Übrigens - durch die schnelle Folge von Kehren wird man für die meisten Autos nicht zum Hindernis
- eher umgekehrt! Motorradfahrer überholen mich berghoch - aber mit den 250ern kann ich auch am Berg mithalten (oben dann - das ist doch bestimmt ein 200er? - als ich verneine, grosses Staunen).
In Ös ter rei ch un d





dann in Italien gehöre ich mit meinem deutschen Nummernschild zur großen Bikerfamilie (bis auf einige Ausnahmen). Bergab dann überhole ich auch einige Motorräder - das Fahrgestell der C1 ist einfach Spitze. Erst hatte ich etwas Angst, dass die Bremsen zu heiss werden - aber es ist alles gut gegangen. Beflügelt durch den Erfolg am Timmelsjoch fahre ich gleich anschliessend über den Jaufenpass - auch ein sehr steiler Pass mit vielen
Kehren. Auch hier wieder keine Probleme mit der C1 - sie läuft und läuft. Dieses Bergfahren in den Alpen macht einfach
sü cht ig. Ei n







Motorradfahrer - Paar empfiehlt mir zur Weiterfahrt eine Fahrt um die Sella - Gruppe nach Cortina d Ampezzo. Doch nach Blick auf die Uhr entscheide ich mich für die Schnellstr. über Bruneck - Toblach nach Österreich - schliesslich will ich am Sonntag über den Grossglockner. In Italien noch mehr staunende Gesichter als in Österreich. Ein junger Rollerfahrer kam mir entgegen und hat durch ungläubiges Umherschauen fast die Kontrolle über seinen 50ccm Roller verloren. Vorbei an den Lienzer Dolomiten
nach Winklern, dann finde ich eine Pension mit dem grossen Schild - Biker Welcome. Tatsächlich bekomme ich noch ein Einzelzimmer. Ich merke wie mein Nasenflügel zittert - ich habe mich heute doch etwas übernommen. Bis auf kurze Pausen hatte ich die ganze Zeit auf der BMW gesessen. Trotzdem zeigt mein Tageskilometerzähler nur 380 km an. Jetzt nach 2 Tagen  hatte ich 955 km gefahren. Mit Vorfreude auf den Grossglockner schlafe ich abends ein. 

Sonntag, 19. August 2001
 - Abfahrt nach dem Frühstück ca. 08:30 Uhr. Es ist bewölkt, aber trocken. Ich habe mir die dicke Jacke angezogen - morgens ist es noch sehr kühl in den Bergen und ich will noch hoch hinaus. Fahrt über Döllach - Heiligenblut

zur Mautstelle. Um diese Zeit ist kaum Verkehr - es ist nur ein Abfertigungs - Schalter offen. Der Mann am Schalter mit Interesse für den C1 "so oaner is hier noch net rauf kumma" (Anscheinend bin ich der erste Bezwinger des Grossglockner mit dem C1). Ich beantworte etliche Fragen zum C1 und führe ihm die Abstellhilfe vor.

Trotzdem muss ich über 30 DM bezahlen - und bekomme wie am Timmelsjoch auch, einen Aufkleber. Aufwärts teilweise nur 50 Stundenkilometer - aber das kenne ich ja schon - die Landschaft wird immer karger - hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Die Strasse ist relativ breit und lässt sich besser fahren als am Timmelsjoch. Zu meiner Überraschung bin ich recht schnell schon oben. Motorradfahrer dürfen ganz oben parken.
Der berühmte







Ausblick auf den Gletscher - ein Murmeltier lässt sich von Touristen bestaunen - ein klarer Bergsee spiegelt einen Bach, so dass ich im ersten Moment glaube, dass dort das Wasser nach oben fliesst. Und immer wieder staunende Motorradfahrer. Ich lasse mir Zeit, genieße die Landschaft,
beantworte geduldig Fragen zum C1. Dann zurück von der Höhe und rüber zur Edelweissspitze (Strasse bis 2571m). Das letzte Stück dort hoch gestaltet sich doch etwas schwieriger. Sehr enge Spitzkehren auf






Kopfsteinpflas ter bei nur schmaler Fahrbahn und grosser Steigung haben bestimmt schon so manches Zweirad umkippen lassen. Stolz komme ich oben an. Hochachtung habe ich vor den vielen Radfahrern die es bis dort oben hin schaffen. Ich besuche noch eine Alpine Naturschau mit Multimediaschau zum Bau des Grossglockners. Mittlerweile ist es hier oben doch recht belebt - also mache ich mich auf zur Abfahrt. Kurz vor Zell am See treffe ich den ersten (und einzigen) C1 (William F1 Sonderlackierung 125ccm). Ich fahre kurz hinter ihm her - vor einem Biergarten bleiben wir beide stehen. Der Fahrer lädt mich spontan zu einem Radler ein. Er kommt aus Zell am See und hat seinen C1 erst seit 14 Tagen - ist aber genauso begeistert wie ich. Wir tauschen Tips aus und verabschieden uns (er will nach Hause zum Mittagessen). Übrigens braucht man in Österreich, wenn man den Autoführerschein besitzt nur 6 Fahrstunden (ohne Prüfung) auf einem 2-Rad, um Fahrzeuge wie den C1 fahren zu dürfen. Ich fahre über Kitzbühl - Wörgl - Innsbruck - Garmisch nach Füssen. Dort gestaltet sich die Suche nach einem Zimmer schon etwas problematischer, doch in einem relativ teuren Hotel in Buching bekomme ich schließlich noch ein Zimmer. Nach dem Abendessen fahre ich noch zu den Königsschlössern
und einmal rund um den Forggensee. Tageskm: 465km (Gesamt 1420km nach 3 Tagen).

Montag, 20. August 2001
- 07:00 Uhr Schwimmen im hauseigenen Schwimmbad - gutes Frühstück. Abreise gegen 08:30 Uhr. Es ist stark bewölkt. In Füssen erste Tropfen - bis Kempten Sprühregen dann bis Ulm Dauerregen. Deshalb bleibe ich auf der A7, kurz vor Würzburg hört der Regen endlich auf. Der Regenschutz des C1 hat doch einige Vorteile - ich werde so gut wie nicht nass - aber kalt ist mir geworden. Kurz hinter Würzburg auf der A3 - (es bleibt trocken und es wird wärmer) habe ich das Autobahnfahren wirklich satt, und ich fahre durch den Spessart über Lohr am Main - Gelnhausen - Büdingen nach Hause. Ankunft gegen 17:00 Uhr. Tageskm: 512km

Gesamt: 1932 km nach 4 Tagen.

 Fazit: Es hat sehr viel Spass gemacht - knapp 2000km in vier Tagen sind aber auch anstrengend. Mein C1 hat alles perfekt mitgemacht. Mein km Stand ist jetzt aktuell 15.161km. Es kommt wohl wieder eine teure Inspektion auf mich zu. Die Bridgestone-Reifen haben jetzt schon über 7000km runter und sehen immer noch fast aus wie neu! Im nächsten Jahr vielleicht 1 Woche in den Bergen mit Venedig und Lago Maggiore?

 Ãœbrigens - während der ganzen Fahrstrecke nur ein kurzer Stau am Freitag auf der B31 zwischen Meersburg und Friedrichshafen am Bodensee - es sind wohl im August einfach zu viele Urlauber dort!

Das Wars erst mal

Peter

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