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Bevor ich den C1 hatte, fuhr ich jeden Tag mit einem 50er Roller auf die Arbeit.
Zusätzlich brauchte ich jedoch zwei Autos, eins für meine Frau und eins für mich, denn der 50er Roller war alles andere als ein Autoersatz.
Dann erfuhr ich vom C1 - da gab es doch tatsächlich etwas, was ich mir schon seit Jahren gewüscht hatte
- ein Roller mit Dach! Ich war sofort hin und weg. Für dieses Fahrzeug war ich sogar bereit, das zweite Auto wegzugeben!
Dummerweise gab es da nur ein Problem: Ich gehöre zu den Jahrgängen, die den C1 nicht mehr mit dem Autoführerschein fahren dürfen und ich hatte auch keinen Führerschein Klasse A. Also
legte ich das ganze wieder auf Eis. Mitte 2001 brachte jedoch der berühmte Tropfen (im wahrsten Sinne des Wortes) das Faß zum Überlaufen - ich hatte es einfach satt, dauernd in genau den einzigen
5-minütigen Regenschauer des ganzen Tages zu geraten, wenn ich von oder zur Arbeit fuhr. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir oft die Klamotten versaut, und das kommt bei Kundschaft wirklich gut an (ich bin
Bänker)... Ich faßte also den Entschluß, erstmal den Motorradführerschein nachzuholen. Kaum hatte ich den in der Tasche (danke nochmals an die Fahrschule Heidingsfelder in Marktheidenfeld, es war echt super bei euch
), hetzte ich von einem Händler zum anderen, bzw. einer Probefahrt zur nächsten, ich konnte es kaum aushalten, ich mußte den C1 endlich haben! Eine Woche später stand er dann bei mir daheim, ein
günstiges Vorführmodell mit (fast) der Ausstattung, die ich mir gewünscht hatte. Gleichzeitig habe ich dann tatsächlich das zweite Auto verkauft (eine Woche später fuhr es der Nachbesitzer zu Schrott - ein Wink des Schicksals?). Inzwischen habe ich mit dem C1 auch schon größere Touren unternommen (sogar längere Autobahnfahrten).
Es war ein Kinderspiel. Leider wird man von den "klassischen" Bikern oftmals recht unfreundlich behandelt (Stinkefinger im Vorbeifahren statt Bikergruß). Dafür war es mir dann eine
riesige Genugtuung, eben jene auf der Autobahn bei einem heftigen Wolkenbruch zu belächeln (Scheibenwischer an und möglichst BREIT grinsen, hähä).
Ok, ein paar Tropfen kamen auch bei mir durch, aber ich hatte eh wasserabweisende Klamotten an, da war das null Problem.
Kommen wir zu den unerfreulicheren Dingen: Leider mußte mein C1 schon zweimal in die Werkstatt.
Einmal wegen einem gerissenen Kühlerschlauch und das andere mal wegen dem Ständer. Als ich ihn gekauft habe (Vorführmodell) war daran schonmal was kaputt. Das scheint also kein Einzelfall
gewesen zu sein. Die Drahtseile laufen unter dem Boden über eine Rolle, und die wird von einem Sicherungsstift auf der Achse gehalten. Dieser Sicherungsstift hat sich gelöst, die Rolle hat sich dadurch verschoben und die Drahtseile liefen ziemlich krumm und verwürgt (hat man leider beim Bedienen der Hebel nicht gemerkt) und sind schließlich gerissen. Beides ging aber auf Garantie. Als Leihfahrzeug erhielt ich einen 125ccm C1, aber der ist im Vergleich zum 200er ja wirklich eine Schnecke.
Ich empfehle jedem Neueinsteiger, den 200er vorzuziehen.
Außerdem hat mein C1 die Angewohnheit, bei Regen die Windschutzscheibe von INNEN naßzuspritzen, weil durch die Verwirbelungen Wasser an die Scheibe fliegt. Gibts da Abhilfe?
Es gibt doch eine (häßliche) Windreling, nützt die etwas? Vielleicht kann mir da jemand helfen.
Fahrerisch ist zu bemerken, daß der C1 alles andere als ein Sportfahrzeug ist. Wilde Kurvenfahrten sind jedenfalls meiner Meinung nach Selbstmord. Dadurch, daß man ja praktisch eingekeilt
sitzt, kann man auch mit dem Oberkörper wenig ausgleichen (Drücken der Maschine oder ähnliches). Also entweder man fährt die Kurven perfekt an, oder man fliegt sofort ab.
Ich würde darüber auch gern mal die Meinung anderer Fahrer hören.
Fazit:
Trotz ein paar kleinerer Nachteile ist der C1 für mich das genialste Fahrzeug aller Zeiten. Ich werde ihn mit Sicherheit behalten,
"bis daß der TÜV uns scheidet".
Euer Stephan
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