|
hier ein anonymer Erfahrungsbericht über einen Selbstversuch als Rauschmittel:
»Eines Tages kamen meine bestellten Samen Datura stramonium
(Stechapfel) bei mir im Briefkasten an. Nach längeren zögern habe ich am Abend einen halben Eßlöffel dieser geschluckt. Dies war gegen 9 Uhr abends. Zunächst habe ich keinerlei Wirkung verspürt, aber ich merkte rasch, daß mir mein Mund austrocknete, wie es zu erwarten war. Also schlürfte ich bei den Computerspielen, die ich zum Zeitverteib nebenbei machte, immer mal wieder einen Schluck, weil das sonst ziemlich unangenehm ist. (Man glaubt ja gar nicht, was ein gut befeuchteter Mundraum wert ist! ;-) Nach ca. 2 Stunden stellten sich dann die Ersten Halluzinationen ein. Zum Glück wußte ich, daß ich in meinem Zimmer alleine war und konnte deshalb auf diese Erscheinungen auch entsprechend eingehen. Ich sah, wie meine Freunde auf meiner Couch hockten und sich unterhielten. Allerdings habe ich das nur gesehen, an Stimmen kann ich mich nicht erinnern - trotzdem wirkte die Situation auf mich 100%ig real. Das ganze war von der Realität nicht zu unterscheiden gewesen, aber ich wußte ja, daß ich alleine war und die Tür abgesperrt. Dumm schaute ich nur, als ich eine SMS auf meinem Handy tippte und dieses nach den ersten paar Zeichen aus meiner Hand verschwand. Nachdem ich weiter am Computer getippt hatte, merkte ich auch, wie z.B. mein Vater neben mir hockte, ich schaute ihn an, doch nachdem ich einmal den Blick von ihm gewendet hatte, war er auch verschwunden. Dies funktionierte mit allen Einbildungen, die ich hatte - wenn ich einmal woanders hinschaute, waren diese meistens verschwunden. Naja, ich hockte mich dann noch für ein paar Stunden auf die Couch und beobachtete das Treiben in meinem Zimmer. Viele Leute sah ich noch sehr real, aber ich sah sie eben nur. Wenn ich sie anredete, schauten sie mich nur stumm an. Teilweise bewegten sie sich auch, aber wie gesagt, wenn ich meinen Blick von ihnen gewandt hatte, waren sie beim nächsten Hinschauen nicht mehr an ihren Platz. Gegen 2 Uhr (jedenfalls glaube ich, daß es so spät war..) legte ich mich dann ins Bett und schlief bis 17 Uhr durch. Keine weiteren Nebenwirkungen habe ich an diesem Tag verspürt. [...].«
|